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Lasers4Life
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Früherkennung von Krebs mit neuartiger Laserspektroskopie
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Ultraschnelle Lasermesstechnik erfasst den molekularen Fingerabdruck des Blutes
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Mein Blut gegen Krebs: Wie mache ich mit?

Wie mache ich mit?
Gestalten Sie mit uns die Medizin der Zukunft!

Lasers4Life (L4L) ist eine Kooperation zwischen Laserphysikern, Mathematikern, Medizinern und Molekularwissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik (MPQ). Das Konsortium bildet eine Brücke zwischen Laserlabor und Klinik. Das Team hat es sich zum Ziel gesetzt, Krankheiten wie Krebs mittels einer weltweit einzigartigen Ultrakurzpuls-Lasertechnologie so früh wie möglich zu erkennen.

Unser Ziel

Unser Ziel ist die Validierung und Etablierung eines Bluttests zum molekularen Fingerprinting basierend auf einer neuentwickelten Spitzentechnologie der Kurzpulslaserphysik.

Viele Krebsarten können derzeit nur durch mehrfache Gewebeproben (Biopsien) zuverlässig nachgewiesen werden. Mit dem neuen Bluttest würde der molekulare Fingerabdruck, den die Erkrankung im Blut hinterlässt, gemessen und so den Patienten balastende Biopsien ersparen. Im Fokus steht die Entwicklung einer onkologischen Diagnostik für die am häufigsten vorkommenden Krebserkrankungen: Brust-, Lungen- und Prostatakrebs.

Visionen

Früherkennung von Krebs und eine präzise Unterscheidung der verschiedenen Erscheinungsformen (auch innerhalb einer Krebsart) verbessert die Heilungschancen. Die nicht-invasive Messung des molekularen Fingerabdrucks im Blut kann bei regelmäßigen Kontrollen die Früherkennung ermöglichen. Wiederholte Messungen während und nach einer Therapie könnten wertvolle Informationen über Veränderung bzw. Wiederauftreten der Krankheit liefern und somit den Angelpunkt der modernen Präzisionsonkologie bilden.

Molekularer Fingerabdruck

Dieser erfasst Änderungen in der molekularen Zusammensetzung von Blutproben (Serum oder Plasma) mittels ultrakurz-gepulstem Laserlicht. Dieses bringt die Moleküle der Probe in Schwingung. Die durch die Anregung ausgesandte breitbandige Infrarot-Lichtwelle trägt fingerabdruck-ähnliche Informationen über Veränderung der molekularen Zusammensetzung der Probe im Vergleich zu einer Referenz. Dieses Signal wird durch eine ultraschnelle Laser-Messtechnik abgetastet und dem Fingerabdruck verschiedener gesundheitlicher Zustände gegenübergestellt.

Mehr

Klinische Studie:
Mein Blut gegen Krebs.

Das Lasers4Life–Konsortium hat eine der weltweit größten klinischen Studien für Infrarot-Spektroskopie ins Leben gerufen.

In der Lasers4Life–Kooperation haben sich Kliniken in Bayern, das Helmholtz Zentrum und weitere internationale klinische Zentren (in Europa, USA und Asien) mit einzigartiger Expertise zusammengeschlossen.

Gemeinsam werden klinische Proben von gesunden Individuen, sowie von Krebspatienten, mit der neuentwickelten Infrarotspektroskopie untersucht, um eine qualitativ hochwertige und große Datenbasis molekularer Muster anzulegen. Durch diese großangelegte differentielle Untersuchung werden allgemein gültige Unterschiede im molekularen Fingerabdruck definiert, welche auf Lungen-, Brust- oder Prostatakrebs hinwiesen.


Von 1000 Teilnehmerinnen am Screening haben nur 5 Brustkrebs. Aber 100 müssen sich weiteren Tests unterziehen.
Das können wir verbessern.


In Ländern der westlichen Welt entsteht bei etwa 40 von 100 Männern im Laufe ihres Lebens ein Karzinom in der Prostata. Bei etwa 10 verursacht das Beschwerden und 3 von 100 sterben daran.

Gestalten Sie mit uns die Medizin der Zukunft!

Stellen Sie sich vor: Sie gehen zur Vorsorgeuntersuchung. Ihr Mediziner nimmt Ihnen eine kleine Menge Blut ab. Im Nebenzimmer stellt der Laborassistent die Probe in ein Gerät und schaltet einen Laser an. Das Licht durchdringt das Blut. Fünfzehn Minuten später weiß Ihr Arzt, ob Sie möglicherweise an Krebs erkrankt sind oder nicht.

Noch ist das eine Zukunftsvision. Doch die Chance besteht, dass dieses Szenario in Kliniken Einzug halten wird.

Teilnahme

Wie können Sie uns helfen?
Wir freuen uns, wenn Sie im Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München in Großhadern zehn Milliliter Blut für unsere Studie spenden.

Termine zur Blutspendeaktion:
Kommen Sie zu diesen Terminen an den Haupteingang des Klinikums und
rufen Sie uns an unter: 089.4400.59250

Klinikum Großhadern
Marchioninistraße 15, 81377 München



Fragen zur Teilnahme?
Kontaktieren Sie unsere Ansprechpartnerinnen Jacqueline Hermann & Katja Leitner über unser Kontaktformular oder lesen Sie unsere Fragen & Antworten (FAQ).

FAQ


Ihre Ansprechpartnerinnen zur Teilnahme an der Studie (Blutspende):
089.4400.59250

Katja Leitner

Jacqueline Hermann Katja Leitner


Ihre Ansprechpartnerin für weitere Projektinformationen:
mihaela.zigman @ mpq.mpg.de

Mihaela Žigman, Dr. rer. nat.

Über uns

Seit zwei Jahrzehnten verschiebt das Team um Prof. Dr. Ferenc Krausz die Grenzen der Ultrakurzpuls-Lasertechnologie. Das Know-How des Teams ermöglichte die Entwicklung neuer Laserquellen und Messtechniken, welche das Erkennen des Molekularen Fingerabdrucks ermöglichen.

Das internationale Netzwerk Lasers4Life bestehend aus Mathematikern, Molekularwissenschaftlern und klinischen Onkologen arbeitet am klinischen Ansatz, um die neuesten Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung der Laserphysik möglichst schnell in tragfähige diagnostische Verfahren zur Krebsdetektion zu übertragen.

Partner

Zu den an den Studien (zunächst von Brust-, Lungen- und Prostatakrebs) beteiligten klinischen Partnern gehören neben führenden Münchner Kliniken:

das Brustzentrum (Prof. Dr. med. Nadia Harbeck),
die Pneumologie (Prof. Dr. med. Jürgen Behr),
die Radiologie (Prof. Dr. med. Maximilian Reiser),
Urologie (Prof. Dr. med. Christian Stief) der Ludwig-Maximilians-Universität
sowie die RadioOnkologie und Strahlentherapie des Klinikums rechts der Isar (Prof. Dr. Gabriele Multhoff)
sowie weitere Zentren aus aller Welt (Peking, New York, Singapur).

Die Definition und Etablierung einer optimalen Kontroll-Kohorte von gesunden Probanden sowie Fingerabdrücke anderer häufig auftretende Krankheiten verfolgt Lasers4Life in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum in München (Prof. Dr. Anette Peters).

Ein systematischer Vergleich mit massenspektrometrie-basierten »molecular profiling Techniken« (proteomics und metabolomics) erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Biochemie (Prof. Dr. Matthias Mann).


Unser Partner in Ungarn:

Im Rahmen des Projekts „Infrared Molecular Fingerprinting”, zur Diagnose von Lungenkrebs, arbeiten wir eng mit Dr. Balázs Döme und Dr. Judit Moldvay vom Budapester Országos Korányi Pulmonológiai Intézet (Landesinstitut für Pulmonologie) zusammen.

Erkrankungen der Herzkranzgefäße gehören zu den bedeutendsten Todesursachen. Um das Risiko einer späteren Erkrankung erkennen zu können, sind zuverlässige und spezifische Diagnosemethoden nötig. Gemeinsam mit Dr. Béla Merkely und Dr. Tamás Radovits, Mitarbeiter des Semmelweis Orvostudományi Egyetem ér- és szívsebészeti központ (Medizinische Universität, Zentrum für Gefäß- und Herzchirurgie), untersuchen wir die Möglichkeit, Erkrankungen der Herzkranzgefäße durch eine frühe Diagnose mithilfe des lasergestützten molekularen Fingerabdruckscannens vorzubeugen.

Unser Kooperationsprogramm haben wir mit der Szegedi Tudományegyetem (SZTE, Szegediner Wissenschaftliche Universität) gestartet. Die Forscher unter der Leitung von Dr. Katalin Hideghéti leisten Pionierarbeit bei der Forschung von Diagnose- und Therapiemethoden auf Laserbasis. Auf Anregung von Prof. Ferenc Bari, Lehrstuhlinhaber am Orvosi Fizikai és Orvosi Informatikai Intézet (Institut für Medizinische Physik und Medizinische Informatik) wurde hier ein Ausschuss zur Koordination der interdisziplinären wissenschaftlichen Arbeit gebildet.

Den Münchner Studien zur Detektion von molekularen Infrarot-Fingerabdrücken haben sich das SZTE Szent-Györgyi Albert Klinikai Központ Onkoterápiás Klinika (Klinikzentrum Szent-Györgyi Albert der SZTE, Klinik für Onkotherapie) unter der Leitung von Prof. Zsuzsanna Kahán und die Sebészeti Klinika (Klinik für Chirurgie) unter der Leitung von Prof. György Lázár angeschlossen. Ebenso nimmt Teil: Das Pathológiai Intézet Molekuláris Laboratóriuma (Molekularlabor des Instituts für Pathologie) unter der Leitung von Dr. Farkas Sükösd (seit Mai 2018) unter der Organisation von Dr. Katalin Hideghéty.

Der Projektgruppe sind weitere Institute und Kliniken aus dem Bereich der interdisziplinären onkologischen Versorgung beigetreten. Dazu gehören die die Fül-Orr Gégészeti Klinika (Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde) unter der Leitung von Prof. László Rovó mit der von Dr. Miklós Csanády geleiteten Forschergruppe, die Urológiai Klinika (Klinik für Urologie) unter der Leitung von Prof. Zoltán Bajory und die Arc-Állcsont-és Szájsebészeti Klinika (Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie) unter der Leitung von Prof. József Piffkó mit der von Dr. Róbert Paczona geleiteten Arbeitsgruppe.

Des Weiteren gehören dazu die Idegsebészeti Klinika (Klinik für Neurochirurgie) unter der Leitung von Prof. Pál Barzó mit der von Dr. Zoltán Mencser geleiteten Arbeitsgruppe, die Bőrgyógyászati Klinika (Klinik für Dermatologie) unter der Leitung von Prof. Lajos Kemény und innerhalb dieser die Arbeitsgruppe Dermatologie-Onkologie unter der Leitung von Prof. Judit Oláh mit Dr. István Németh, sowie die Szemészeti Klinika (Klinik für Augenheilkunde) unter der Leitung von Dr. Edit Tóth Molnár.

Die Teilnahme des Szegediner Laserzentrums Extreme Light Infrastructure (ELI), mit dessen Mitarbeitern wir unter Beteiligung der Forschungskommission der SZTE-ELI eng zusammenarbeiten, zeigt, wie hoch das wissenschaftliche Interesse ist. In mehreren multizentrischen klinischen Untersuchungen erforschen wir die Möglichkeiten der Diagnose verschiedener Krebskrankheiten mit laserbasierten Methoden. Die neue Lasertechnologie mit ultrakurzen Impulsen gibt Anlass zu der Hoffnung, dass die Wirkung verschiedener Tumorbehandlungen zukünftig besser gemessen und nachverfolgt werden kann.